Das Ohr

Wir halten das offene Ohr
an die Erde, sehr schwach
dringt ein Beben herauf
wie von hastig stampfenden Hämmern
weit über Land oder
Panzerketten, die blindwütig
Dörfer einebnen, wir halten
das offene Ohr an die Erde,
sehr schwach.
 
© Poetenladen Leipzig 
 
Bilder: Annette Krisper-Baselic 

Erbs Lyrik steht in der Tradition, mit Bravour gegen die reichlich betrüblichen Irrungen unserer Zeit zu opponieren .Wer mit dem Titel Im Auge des Taifuns reüssiert, dürfte imstande sein, in verwüstenden Epochen dem Durst nach Wohlbefinden zu entsprechen. Im Fazit hat Roland Erbs Poesie seit nunmehr viereinhalb Dekaden – die eigene als auch seine Nachdichtungen, wie bspw. Unbestand der Dinge – seine Leser in Erstaunen und Freude versetzt. Dies sollte auch mit dieser Auswahl gelingen.
 
Auswahl: Axel Reitel 

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ISBN:
EAN:978-3-943 708-98-1
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